Schadensmeldung

Der Unternehmer ist gemäß des 7ten Sozialgesetzbuches (SGB VII) verpflichtet jeden Arbeits,- oder Wegunfall zu melden der eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen, oder den Tod der versicherten Person zur Folge hat.

Zusätzlich zur dieser Schadensmeldung hat es sich jedoch für viele Unternehmen bewährt den Schaden beziehungsweise Unfall im eigenen Unternehmen gezielt zu erfassen. Hierzu zählen auch Beinah-Unfälle, die zu einem Schaden oder einer Verletzung hätten führen können. Durch die Sammlung dieser Daten, können Verantwortliche Trends und Muster erkennen und zeitnah darauf reagieren um weitere Unfälle zu verhindern.

Die in diesem Artikel beschriebene Checkliste ersetzt nicht die Vorlage des Unfallversicherungsträgers, sondern ist als eine Ergänzung für den Intern Gebrauch zu verstehen!

Mustercheckliste

Weitere Informationen

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe zur Checkliste und über konkrete Anwendungsfälle. Zudem geben wir Einblicke über beispielsweise rechtliche Grundlagen

Verwendete Bausteine

Wir erklären, wie die Checkliste konkret aufgebaut wurde und welche Bausteine (Text-Feld, Single Choice, GPS, und vieles mehr) dabei von unserem Team genutzt  wurden.

Check-it Vorlage

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Informationen zur Checkliste

Anzeigepflicht von Unfällen

Die Grundsätzliche Pflicht zur Meldung von Unfällen ist im SGB VII festgehalten. Zur Meldung dieser Unfälle an die zuständigen Berufsgenossenschaften sind die entsprechenden Wege dieser zu nutzen, beispielsweise bei der BGHW.

Bitte beachten Sie bei dieser Meldung die Drei-Tage-Frist, innerhalb welcher die Unfallmeldung eingegangen sein muss. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass Samstage, sowie Sonn und Feiertage dazuzählen!

Falls es sich jedoch um Schwere Unfälle (beispielsweise mit Todesfolge) oder um Massenunfälle handelt zählt die Drei-Tage-Frist nicht. Diese Unfälle sind dem Unfallversicherungsträger sofort zu melden.

 

(1) Die Unternehmer haben Unfälle von Versicherten in ihren Unternehmen dem Unfallversicherungsträger anzuzeigen, wenn Versicherte getötet oder so verletzt sind, daß sie mehr als drei Tage arbeitsunfähig werden. Satz 1 gilt entsprechend für Unfälle von Versicherten, deren Versicherung weder eine Beschäftigung noch eine selbständige Tätigkeit voraussetzt.

§ 193 SGB VII Pflicht zur Anzeige

Beinaheunfälle

Ein Beinaheunfall ist ein Umfall bei dem niemand zu Schaden kam. Beispiele hierfür sind etwa:

    • ein von einer Leiter herunterfallender Hammer, der neben einem Arbeiter landet ohne ihn zu treffen
    • ein Mitarbeiter der die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert, dabei jedoch keinen Schaden verursacht
    • Eine Maschine, aus der sich ein Teil unkontrolliert löst, dabei jedoch keinen Schaden verursacht

Es ist wichtig Beinaheunfälle zu analysieren, weil der einzige Grund warum es es nicht zu einem Schaden oder zu einer Verletzung kam, oft schieres Glück ist. Sie geben daher Hinweise auf sicherheitswiedrige Zustände oder Verhaltensweisen, die im Unternehmen vorliegen. Wenn diese Ursachen durch einen Beinahunfall erkannt und beseitigt werden, werden dadurch weitere Unfälle erfolgreich verhindert.

Befassen wir uns daher mit einem Konkreten Beispiel hierfür:

    • Beinahunfall: ein Mitarbeiter der die Kontrolle über sein Fahrzeug verliert, dabei jedoch keinen Schaden verursacht
    • Sicherheitswiedriger Zustand: die Reifen waren nicht für den Untergrund geeignet/ der Untergrund war rutschig/ der Fahrer war zu schnell/ …
    • Berichtigung des Zustands: Reifen werden gewechselt/ Untergründe werden regelmäßig gereinigt/ Fahrer werden angehalten langsamer zu fahren
    • Resultat: Ein erneuter Kontrollverlust kann erfolgreich verhindert werden.

Das oben beschriebene Beispiel zeigt, wie wichtig es ist (Beinahe)-Unfälle ordnungsgemäß zu erfassen, zu analysieren und entsprechende Präventivmaßnahmen abzuleiten. Durch das Check-it Tool schaffen Sie hierfür eine schnelle und einfache Möglichkeit.

 

Schäden und (Beinah-) Unfälle mit Check-it melden

Die Check-it Mustercheckliste für (Beinah-)Unfälle, schließt folgende Inhalte ein:

  • Art der Meldung angeben (Sachschaden/ Verletzung/ usw.)
  • Datum und Ort des Vorfalls
  • Schweregrad des Vorfalls
Eckdaten

  •  Name
  • Personalnummer
  • Kontaktdaten
Beschreibung der Person und von Zeugen:

  • Schadensursache
  • Schäden und Kosten beschreiben
Sachschaden oder Sachverlust

  • Art der Tätigkeit, die zum Unfall führte
  • Witterungsverhältnisse
Beschreibung des Vorfalls:

  • Feststellung der Hauptursachen und aller Zusatzfaktoren für den Unfall
Sicherheitsuntersuchung

  • Beschreibung der Verletzung
  • Betroffener Körperteil
  • Auswirkung auf Arbeitsfähigkeit
  • Einzelheiten zur Genesung
Einzelheiten zur Verletzung

    • Was kann unternommen werden, um einen erneuten Unfall zu verhindern?
    • Wer ist für die Umsetzung dieser Maßnahmen verantwortlich?
Prävention

Sie haben Fragen?

Bei Fragen zu den oben genannten Themen stehen Ihnen unsere Experten zur Verfügung und freuen sich bereits auf Ihre Kontaktaufnahme.

Kevin Wollförster
Projektingenieur und für die Check-it Entwicklung verantwortlich.

Gerne helfe ich bei Fragen zur Muster-Checkliste.

René Rethfeldt
Sachverständiger und externe verantwortliche Elektrofachkraft.

Gerne helfe ich bei Fragen zu den rechtlichen Grundlagen.

Verwendete Bausteine

Mit der Check-it App, haben Sie nicht nur die Möglichkeit die hier beschriebene Checkliste auf Ihrem mobilen Endgerät auszufüllen, Ihren Kollegen zur Verfügung zu stellen und die Daten Online auszuwerten, sondern können diese auch diese mit einer Vielzahl von Bausteinen frei auf die Bedüfnisse Ihres Unternehmens anzupassen. Erfahren Sie mehr über die Bausteine, die für die vorliegende Checkliste verwendet wurden.

Abschnitt

Abschnitt

Abschnitte unterteilen Ihre Checkliste in verschiedene Bereiche, die beim ausfüllen und in der Ausgabe getrennt werden.

Anwendungsbeispiel:
„Eckdaten“
„Ort des Vorfalls“

Datum

Lassen Sie den Nutzer beim Ausfüllen des Unfallsberichts, das Datum des Vorfalls eingeben

Anwendungsbeispiel:
„Datum des Vorfalls“
„Zeitpunkt des Vorfalls“ 

Einfache Auswahl

Geben Sie dem Nutzer beliebig viele Antworten zur Auswahl, von denen er eine einzige auswählen kann.

Anwendungsbeispiel:
„Bei welcher Tätigkeit ist das passiert?“
„Spielten die Witterungsverhältnisse eine Rolle?“

Prüffristenermittlung Ortsveränderliche Arbeitsmittel_1
Prüffristenermittlung Ortsveränderliche Arbeitsmittel_2
Prüffristenermittlung Ortsveränderliche Arbeitsmittel_3