Blitzschutzprüfung

Blitzschutzprüfung

Es gibt vier Blitzschutzklassen, die in der internationalen Norm IEC 62305 und der deutschen Norm DIN EN 62305 festgelegt sind. Diese Klassen sind:

  1. Blitzschutzklasse I: Höchster Schutzgrad, für Gebäude und Anlagen mit sehr hohem Risiko.
  2. Blitzschutzklasse II: Hoher Schutzgrad, für Gebäude und Anlagen mit hohem Risiko.
  3. Blitzschutzklasse III: Mittlerer Schutzgrad, für Gebäude und Anlagen mit mittlerem Risiko.
  4. Blitzschutzklasse IV: Niedriger Schutzgrad, für Gebäude und Anlagen mit geringem Risiko.

Diese Klassen helfen dabei, den erforderlichen Schutzbedarf zu bestimmen und entsprechende Maßnahmen zu planen und umzusetzen.

Wofür werden Blitzschutzklassen verwendet?

Blitzschutzklassen werden verwendet, um den erforderlichen Schutzgrad eines Gebäudes oder einer Anlage gegen Blitzschläge zu definieren. Sie sind Grundlage für die Planung und Installation von Blitzschutzsystemen und stellen sicher, dass der Schutz entsprechend dem Risiko angepasst ist. Je höher die Blitzschutzklasse, desto strenger sind die Anforderungen an das Blitzschutzsystem.

Welche Anwendungsfälle gibt es für die entsprechenden Blitzschutzklassen?

  • Blitzschutzklasse I: Krankenhäuser, Kernkraftwerke, chemische Fabriken.
  • Blitzschutzklasse II: Schulen, Bürogebäude, Lagerhäuser mit gefährlichen Stoffen.
  • Blitzschutzklasse III: Wohngebäude, kleinere Büros.
  • Blitzschutzklasse IV: Lagerhallen, Garagen.

Die Wahl der Blitzschutzklasse hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Nutzung des Gebäudes, die Umgebung und die potenziellen Schäden im Falle eines Blitzschlags.

Was beinhaltet eine Blitzschutzprüfung?

Die Blitzschutzprüfung umfasst mehrere Schritte, darunter:

  1. Sichtprüfung: Überprüfung auf äußere Schäden oder Anzeichen von Verschleiß.
  2. Messungen: Überprüfung der Ableitfähigkeit und Widerstände der Blitzschutzanlage.
  3. Überprüfung der Erdungsanlagen: Sicherstellung einer effizienten Erdung zur Ableitung von Blitzströmen.
  4. Inspektion der Fang- und Ableitungseinrichtungen: Kontrolle von Fangstangen, Ableitungseinrichtungen und Potentialausgleich.

Warum sollte die Prüfung dokumentiert werden?

Die Dokumentation der Blitzschutzprüfung ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch essenziell für die Sicherheit. Sie ermöglicht eine klare Aufzeichnung des Zustands der Blitzschutzanlage, erleichtert die Identifizierung von Problemen und bietet eine Grundlage für zukünftige Prüfungen und Wartungen.

Fazit

Die Blitzschutzprüfung ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Gebäudeschutzes. Sie basiert auf international anerkannten Normen und gewährleistet die Sicherheit von Menschen und Sachwerten. Die regelmäßige Prüfung und Dokumentation der Blitzschutzanlagen, unterstützt durch die Check-it App, stellt sicher, dass alle gesetzlichen und normativen Anforderungen erfüllt werden. Die Ausbildung zur Blitzschutzfachkraft eröffnet zudem vielfältige berufliche Möglichkeiten im Bereich der Elektrotechnik und des Blitzschutzes.