Prüffristenermittlung maschinentechnischen Einrichtung

Im DGUV Grundsatz 350 – 390 sind Grundsätze zur Prüffristenermittlung von maschinentechnischen Einrichtungen beschrieben. Diese Grundsätze helfen dabei festzustellen, inwiefern die Prüffrist der Arbeitsmittel an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden kann. Je nach Art der Benutzung, Häufigkeit der Benutzung, usw. kann die Prüffrist daher vergrößert oder verkleinert werden. Erfahren Sie alles weitere in unserem Beitrag zu diesem Thema.

Diese Checkliste lehnt sich an diesem Dokument an, ersetzt jedoch nicht die dazugehörige Gefährdungsbeurteilung. 

Mustercheckliste Prüffristenermittlung maschinentechnische Einrichtung

Weitere Informationen

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe zur Checkliste und über konkrete Anwendungsfälle. Zudem geben wir Einblicke über beispielsweise rechtliche Grundlagen

Verwendete Bausteine

Wir erklären, wie die Checkliste konkret aufgebaut wurde und welche Bausteine (Text-Feld, Single Choice, GPS, und vieles mehr) dabei von unserem Team genutzt  wurden.

Check-it Vorlage

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Informationen zur Checkliste

Wenn ein Betriebsmittel besonders belastet wird, beispielsweise durch eine häufige Benutzung und eine Nutzung im freien, unterliegt diese selbstverständliche anderen Prüffristen, als ein Betriebsmittel, welches weniger oft genutzt wird und regelmäßig gewartet wird. Je nach konkretem Fall, kann die Prüffrist daher verlängert, oder verkürzt werden. Als Prüffrist, deren Intervall durch die Prüffristenermittlung verlängert oder verkürzt wird, sollten die Prüffristen aus gängigen Regelwerken, beispielsweise der TRBS 1201, der Betriebssicherheitsverordnung oder der DGUV Vorschrift 3 Verwendet werden.

Auf folgende Parameter sollten Sie daher laut DGUV achten, um eine Prüffristenermittlung für maschinentechnische Einrichtungen durchzuführen:

Art der Benutzung

    • Mobiler Einsatz, häufiger Transport, Auf- und Abbau, mehr als 1-mal pro Monat. (- 3 Monate)
    • Stationärer Betrieb oder seltener mobiler Einsatz, weniger als 1-mal pro Monat  (+/- 0 Monate)

Häufigkeit der Benutzung

    • Häufige Benutzung (mehrmals pro Woche), hoher Verschleiß. (- 6 Monate)
    • Mittlere (normale) Benutzung (z.B. einmal pro Woche). (+/- 0 Monate)
    • Seltene Benutzung, lange Stillstands Zeiten. (+ 3 Monate)

Vorbeugende Instandhaltung

    • Eine Instandhaltung abgestimmt auf die Häufigkeit der Benutzung, auf die mit der Einrichtung gewonnenen Erfahrungen und den Vorgaben des Herstellers wird durchgeführt. (+ 6 Monate)
    • Es wird keine vorbeugende Instandhaltung durchgeführt. (+/- 0 Monate)

Ständige fachliche Überwachung

    • Die Bedienung der maschinentechnischen Einrichtung wird von unterwiesenen Personen durchgeführt. (+/- 0 Monate)
    • Die Bedienung der maschinentechnischen Einrichtung wird von Sachkundigen durchgeführt. (+ 3 Monate)

Umgebungsbedingungen

    • Die maschinentechnische Einrichtung ist der Witterung ausgesetzt. (- 6 Monate)
    • Die maschinentechnische Einrichtung ist keiner Witterung ausgesetzt. (+ 3 Monate)

Alter der maschinentechnischen Einrichtung

    • Die maschinentechnische Einrichtung ist noch keine 10 Jahre alt. (+/- 0 Monate)
    • Die maschinentechnische Einrichtung ist zwischen 10 und 20 Jahren alt. (- 3 Monate)
    • Die maschinentechnische Einrichtung ist mehr als 20 Jahre alt. (- 6 Monate)

Zu erwartendes Schadensausmaß beim Ausfall.

    • Schwerste Verletzung oder der Tod von Personen ist beim Ausfall der Einrichtung wahrscheinlich. (+/- 0 Monate)
    • Es besteht keine oder nur eine geringe Gefahr von Verletzung von Personen beim Ausfall der Einrichtung. (+ 3 Monate)

Als konkretes Anwendungsbeispiel wird nun eine Maschine verwendet, deren Prüfintervall laut Regelwerk bei 12 Monaten liegt. Dieses kann nun wie folgt angepasst werden:

    • Art der Benutzung: Mobiler Einsatz (-3 Monate)
    • Häufigkeit der Benutzung: Häufige Benutzung (Mehrmals pro Woche) (-6 Monate)
    • Vorbeugende Instandhaltung: nach Herstellervorgaben (+6 Monate)
    • Bedienung durch Sachkundige (+3 Monate)
    • Maschine ist Witterungen ausgesetzt (-6 Monate)
    • Maschine ist noch keine 10 Jahre alt (+/- 0 Monate)
    • Es besteht nur geringe Gefahr für Personen beim Ausfall (+3 Monate)
      • Ergebnis: – 3 – 6 + 6 +3 – 6 +0 +3 = -3
      • Das Prüfintervall sollte um 3 Monate verkürzt werden
      • Da das Intervall laut Norm 12 Monate als Vorlage angibt, ergibt die Prüffristenermittlung für maschinentechnische Einrichtungen ein neues Prüfintervall von 12 – 3 = 9 Monaten.

 

 

Sie haben Fragen?

Bei Fragen zu den oben genannten Themen stehen Ihnen unsere Experten zur Verfügung und freuen sich bereits auf Ihre Kontaktaufnahme.

Kevin Wollförster
Projektingenieur und für die Check-it Entwicklung verantwortlich.

Gerne helfe ich bei Fragen zur Muster-Checkliste.

René Rethfeldt
Sachverständiger und externe verantwortliche Elektrofachkraft.

Gerne helfe ich bei Fragen zu den rechtlichen Grundlagen.

Verwendete Bausteine

Mit der Check-it App, haben Sie nicht nur die Möglichkeit die hier beschriebene Checkliste auf Ihrem mobilen Endgerät auszufüllen, Ihren Kollegen zur Verfügung zu stellen und die Daten Online auszuwerten, sondern können diese auch diese mit einer Vielzahl von Bausteinen frei auf die Bedüfnisse Ihres Unternehmens anzupassen. Erfahren Sie mehr über die Bausteine, die für die vorliegende Checkliste verwendet wurden.

Text

Fordert den Nutzer dazu auf, Text einzugeben. Dies ist wichtig um anzugeben, um welche Maschine es sich handelt

Anwendungsbeispiel:
„Arbeitsmittel: „
„Arbeitsumgebung: „

Einfache Auswahl

Der Nutzer kann unter den entsprechenden Optionen die zutreffende auswählen

Anwendungsbeispiel:
„Umgebungsbedingungen: „
„Ständige Fachliche Überwachuntg“ 

Freitext

Ein Freitext ist eine Angabe, die dem Nutzer zu informativen Zwecken ausgegeben wird.

Anwendungsbeispiel:
„Einflussgröße auf die Prüffristen (…) in Anlehnung an DGUV Grundsatz 315-390.“

Prüffristenermittlung Ortsveränderliche Arbeitsmittel_1
Prüffristenermittlung Ortsveränderliche Arbeitsmittel_2
Prüffristenermittlung Ortsveränderliche Arbeitsmittel_3